Programme der Saison 2009/2010

Zum ausdrucken:
Programm Orgelsommer 2010 (pdf-Datei)
Programm 2009/2010 (pdf-Datei)

Sommer! – 6 x Orgel

Internationaler Orgelzyklus
Max Reger: Die großen freien Orgelwerke

01.08.2010

Ludger Lohmann
Reger: Introduktion, Passacaglia und Fuge e-Moll op. 127
Werke von J. S. Bach (BWV582) und G. Raphael

08.08.2010

Christoph Bossert
Reger: Suite e-Moll op. 16
Werke von J. S. Bach (BWV 566), J. Brahms und J. Cage

15.08.2010

Martin Lücker
Reger: Introduktion, Variationen und Fuge op. 73
Werke v. J. S. Bach (BWV 662), D. Buxtehude, F. Gerhardt

22.08.2010

Karl-Ludwig Kreutz
Reger: Fantasie und Fuge über den Namen BACH op. 46
Werke von J. S. Bach (BWV 552) und K.-L. Kreutz

29.08.2010

Jörg-Hannes Hahn
Reger: Symphonische Fantasie und Fuge op. 57
Werke von J. S. Bach (BWV 548) und E. Karkoschka

05.09.2010

Maria Nacy
Reger: Fantasie und Fuge op. 135b
Werke v. J. S. Bach (BWV 532), F. C. de Arauxo, S. Pueyo

Der Katholik Reger wurde ausgerechnet von Bach und den protestantischen Chorälen zu seinem umfangreichen Oeuvre für die Orgel inspiriert. Neben diesen Choralfantasien schrieb Reger aber auch zahlreiche Werke ohne Bindung an eine traditionelle Vorlage. In diesen "freien" Stücken zieht Reger alle Register seines Könnens, orientiert sich teilweise an überkommenen Formen wie Präludium und Fuge, schreitet aber auch fort zu sinfonisch konzipierten, großformatigen Werkstrukturen.

13. Juli 2010
Podium 013 - Förderkonzert junger Künstler

Werke von C. Merulo, G. Muffat, J. S. Bach, J. Brahms, A. Heiller

Tomoko Ohyama, Orgel

In Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Musikhochschule

Tomoko Ohyama
Nachweis: privat

Anders als ursprünglich geplant, endet die Saison 2009/10 bei MUSIK AM 13. nicht mit einem Vokal-, sondern mit einem Orgelkonzert: Die Organistin Tomoko Ohyama tritt mit vier Werken von Johann Sebastian Bach auf, die sie mit Stücken von Brahms, Vincent Lübeck (1654 – 1740), Claudio Merulo (1533 – 1604) und Georg Muffat (1653 – 1704) sowie einer Meditation von Anton Heiller (1923 – 1979) kontrastiert.

13. Juni 2010
7. Komponistenportrait – Der Komponist im Gespräch

Heinz Holliger *1939
Puneigä (2002)
Partita (2008) / Uraufführung der vollständigen Orgelfassung

Sylvia Nopper – Sopran
Bernhard Haas – Orgel
Solisten des Radio-Sinfonie-Orchesters Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung
Dr. Ewald Liska, Jörg-Hannes Hahn – Moderation

Heinz Holliger

Sylvia Nopper
Nachweis: Palma Fiacco

Der Schweizer Komponist, Oboist und Dirigent Heinz Holliger zählt heute zu den wichtigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik. Sein Werk umfasst alle musikalischen Gattungen, wobei er sich häufig intensiv mit literarischen Texten oder Biografien von Persönlichkeiten auseinandersetzt. Das ihm gewidmete Komponistenportrait wartet sogar mit einer Uraufführung auf. Mit Ewald Liska und Jörg-Hannes Hahn wird Holliger sich über sein Werk unterhalten.

13. Mai 2010
Benefizkonzert

Felix Mendelssohn Bartholdy 1809-1847
Motetten op. 23, 69, 79

Cantus Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung

Das geistliche Vokalwerk III

Zugunsten der Vesperkirche Stuttgart

Jörg-Hannes Hahn
Nachweis: Roberto Bulgrin

Cantus Stuttgart
Nachweis: Roberto Bulgrin

Drei Zyklen von Motetten setzen die Ehrung von Mendelssohn fort: Sein op. 23 betitelte der junge Komponist 1830 als "Drei Kirchenmusiken für Chor- und Solostimmen mit Orgel". Die drei Motetten op. 69 entstanden in Mendelssohns Todesjahr 1847 und sind seine spätesten Arbeiten in dieser Gattung. In dem sechsteiligen Zyklus op. 79 widmet er sich dem Kirchenjahr zwischen Weihnachten und Karfreitag.

02. Mai 2010
Benefizkonzert

Charles Gounod, Johannes Brahms: Werke für Chor und Orgel

Zugunsten des Arbeitskreises Asyl

Festgottesdienst
Zehn Jahre Bachchor Stuttgart Sonntag, 02.05.2010

Georg Friedrich Händel
Halleluja aus dem »Messias«

Einladung an jedermann zum Mitsingen! (Probe um 9 Uhr)

Chorpartitur zum Herunterladen

30. April 2010
Benefizkonzert

Charles Gounod, Johannes Brahms: Werke für Chor und Orgel

Zugunsten der Aktion Stolpersteine

02. April 2010
Sonderkonzert

Zur Sterbestunde Jesu

Johann Sebastian Bach 1685-1750
Johannes-Passion BWV 245

Tobias Scharfenberger – Bass (Christus)
Andreas Post – Tenor (Evangelist)
Barbara Baier – Sopran
Rita Kapfhammer – Alt
Uwe Schenker-Primus – Bass
Bachchor Stuttgart
Bachorchester Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung

bachchor_stuttgart
Nachweis: Roberto Bulgrin

Barbara Baier
Nachweis: privat

Die Johannes-Passion war Bachs erster Beitrag zu der gerade erst gefestigten Leipziger Kultur der Passionsvertonungen. Zum ersten Mal erklang die Johannes-Passion am 7. April 1724 in der Leipziger Nikolaikirche. Das Werk zeichnet sich durch die vielschichtige Rolle des Chores aus und ist im Vergleich zur Matthäus-Passion dramatischer, lebhafter, auch drastischer. Faszinierend auch hier Bachs unvergleichliche Kombination von Bibeltexten, Chorälen und freier Dichtung.

Programmheft zur Veranstaltung

13. März 2010
Preisträgerkonzert

Marcel Dupré 1886-1971
Der Kreuzweg op. 29
nach Texten von Paul Claudel

Dominik Bernhard – Orgel
Clemens Nicol – Sprecher, Mitglied des Sprecherensembles »Akademie für gesprochenes Wort«

In Verbindung mit der Internationalen Orgelwoche Nürnberg / musica sacra

Der Orgelzyklus "Der Kreuzweg" hat eine eigentümliche Entstehungsgeschichte: Im Februar 1931 spielte Dupré Orgelimprovisationen zu einer Lesung von 14 Gedichten von Paul Claudel. Er entschloss sich, diese Improvisationen niederzuschreiben, was fast ein Jahr dauerte. Das Ergebnis gilt als Markstein religiöser Programmmusik und Dupré hat es alljährlich am Sonntag Lätare in seiner Kirche Saint Sulpice in Paris sowie in vielen Orgelrécitals gespielt.

13. Februar 2010
Sonderkonzert: Kammerchor-Recital

Gioacchino Rossini 1792-1868
Petite Messe solennelle

Johanna Zimmer – Sopran
Renée Morloc – Alt
Róbert Morvai – Tenor
Attila Jun – Bass
Felix Romankiewicz – Klavier
Hanna Kim – Harmonium
Cantus Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung

Renée Morloc

Cantus Stuttgart
Nachweis Roberto Bulgrin

Gioaccino Rossinis "Petite Messe Solennelle" ist ein Spätwerk. Das hinzugefügte Adjektiv "klein" (petite) ist typisch für Rossinis ironische Bescheidenheit: Die 1863 entstandene Messe ist vollwertige Kirchenmusik, dauert rund 90 Minuten und fordert neben dem Chor vier Gesangssolisten, Klavier und Harmonium. Mit dieser aparten Besetzung hat uns der heute unterschätzte Komponist eine außergewöhnliche Kostbarkeit hinterlassen.

13. Januar 2010

Ori Talmon *1974
Neues Werk für Streichquartett / Uraufführung

David Kosviner *1958
Zorniger Frieden (2008)

Georg Wötzer *1946
Esslinger Kaddisch (2008)

Frank Wörner – Bariton
Smadar-Quartett
Sebastian Hoch, Georg Wötzer – Elektronik
Jörg-Hannes Hahn – Leitung

Ori Talmon
Georg Wötzer
David Kosviner
Smadar-Quartett

Das Projekt findet statt in Kooperation mit Netzwerk Süd. Dieses wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes. In Verbindung mit der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Die Beschäftigung mit elektronischer Musik ist das gemeinsame Merkmal dreier Komponisten, die hier vorgestellt werden: Ori Talmon aus Israel absolviert in Stuttgart derzeit ein Zusatzstudium in Komposition. Der Südafrikaner David Kosviner studierte in den 80er-Jahren bei Helmut Lachenmann und Georg Wötzer unterrichtet an der Stuttgarter Musikhochschule Musiktheorie und Computermusik. Cannstatter Schüler moderieren das Konzert.


31. Dezember 2009
Festliches Konzert zum Jahresschluss

Werke von Tomaso Albinoni, Georg Philipp Telemann, Henry Purcell

Jörge Matthias Becker – Trompete
Jörg-Hannes Hahn – Orgel

Benefizkonzert zugunsten der Kirchenrenovierung

Auch das Jahr 2009 soll mit dem typisch festlichen Zusammenklang von Trompete und Orgel ausklingen.
Der Trompeter Jörge Matthias Becker absolvierte sein Hauptstudium bei Wolfgang Bauer an der Musikhochschule Stuttgart. Schon während des Studiums war er bei verschiedenen Orchestern engagiert, beispielsweise als Solotrompeter bei den Duisburger Philharmonikern. Seit 2009 ist er Solotrompeter des Radiosinfonie-Orchesters Stuttgart des SWR.


19. Dezember 2009
Kinderkonzert: Die Engel - Ein Weihnachtsoratorium für Kinder nach J. S. Bach

Ulrike Hahn – Idee, Realisierung

Anna Maria Frimann – Sopran
Susanne Krumbiegel – Alt
Markus Schäfer – Tenor
Tobias Scharfenberger – Bass
Kinder der Olgakrippe Bad Cannstatt
Schülerinnen und Schüler der Helene-Schoettle-Schule
Bachchor Stuttgart
Bachorchester Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung

19. und 20. Dezember 2009
Weihnachtskonzert

Johann Sebastian Bach 1685-1750
Weihnachtsoratorium I-III BWV 248

Felix Mendelssohn Bartholdy 1809-1847
Vom Himmel hoch, da komm ich her

Anna Maria Frimann – Sopran
Susanne Krumbiegel – Alt
Markus Schäfer – Tenor
Tobias Scharfenberger – Bass
Bachchor Stuttgart
Bachorchester Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung

Das geistliche Vokalwerk II

Pauken und Trompeten, Freudenchöre und stolze Choräle sind die "laute" Seite von Bachs Weihnachtsoratorium, aber kontemplative Betrachtung und geistliche Einkehr sind darin ebenso bedeutend. Ein weiteres Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy nimmt die weihnachtliche Stimmung auf. In guter Tradition geht dem abendlichen Konzert am Samstag eine eigenständige Fassung des Werkes für Kinder voraus.

Programmheft zur Veranstaltung


13. Dezember 2009
Adventliches Kammermusik-Recital

Henry Purcell 1659-1695
Ground in G

John Cheshire 1839-1910
Last rose of summer

Andreas F. Staffel *1965
Anthemio / Uraufführung

Silke Aichhorn – Harfe, Moderation

Silke Aichhorn widerlegt mit ihren moderierten Konzerten Klischees, die sich um die Harfe ranken. Neben zwei älteren Werken bringt sie ein neues Stück von Andreas F. Staffel zur Uraufführung, einem Grenzgänger zwischen Stilen und Kulturen. Seine hoch expressive Musik enthält außereuropäische Klänge und komplexe Rhythmik, frühe mittelalterliche Gesänge, eruptive Alltagsgeräusche und Elemente der modernen U-Musik.

22. November 2009
Konzert zum Ewigkeitssonntag

Felix Mendelssohn Bartholdy 1809-1847
Elias op. 70

Ulrike Maria Maier – Sopran
Carmen Mammoser – Alt
Alexander Kaimbacher – Tenor
Friedemann Röhlig – Bass
Bachchor Stuttgart
Bachorchester Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung

Das geistliche Vokalwerk I

Diese Saison beginnt mit vier Konzerten ein Zyklus der geistlichen Vokalwerke von Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen Geburtstag sich 2009 zum 200. Mal jährt. Sein "Elias" gilt als eines der aufregendsten Oratorien überhaupt, denn wie kaum anderswo hat hier die Reibung zwischen dramatischen und kontemplativen Elementen Mendelssohns musikalische Vielseitigkeit herausgefordert.

13. November 2009
Portraitkonzert zum 85. Geburtstag: Milko Kelemen

Milko Kelemen *1924
Incanto
Daniel / Uraufführung
Apocalyptica / Die sieben Plagen (1975)

Stephanie Haas – Mezzosopran
Hans-Joachim Schall – Violine
Christoph Haas – Percussion
Cantus Stuttgart
Jörg-Hannes Hahn – Leitung

In Verbindung mit dem Amt für Kirchenmusik der Württembergischen Landeskirche

Milko Kelemen
Nachweis: Jürgen Hartmann

Stephanie & Christoph Haas

Milko Kelemen wirkte von 1973 bis 1989 als Professor für Komposition an der Stuttgarter Musikhochschule. Der gebürtige Kroate versucht, beeinflusst von C.G. Jung, Neue Musik transparenter zu machen: Neuartige Gestaltung, so Kelemen, kann auch ohne komplizierte Kompositionstechniken gelingen.

13. Oktober 2009
Gedenkkonzert

Franz Liszt 1811-1886
Psalm 129 (De profundis clamavi)
Consolation I / II

Johannes Brahms 1833-1897
Vier ernste Gesänge op. 121

Ulf Bästlein – Bariton
Jörg-Hannes Hahn – Orgel

Zur Erinnerung an die Ermordung behinderter Menschen in den Jahren 1938 bis 1945

In Kooperation mit der Stuttgarter Initiative »Die AnStifter«

Weitere Informationen unter www.spur-der-erinnerung.de

Foto: Ulf Bästlein

Nach Feststellung des Schwurgerichtes Tübingen wurden im Behindertenheim Grafeneck der evangelischen Samariterstiftung allein von Januar bis Dezember 1940 mehr als 10 000 kranke und behinderte Menschen ermordet. In Zusammenarbeit mit dem Projekt "Spur der Erinnerung" gedenkt MUSIK AM 13. dieser Menschen in einem Konzert mit Trauermusiken von Liszt und Brahms.

17. September 2009
Sonnenauffgangskonzert V

Jehan Titelouze 1563-1633
A solis ortus cardine

Toshio Hosokawa *1955
Cloudscape

Max Reger 1873-1916
Fantasie über »Wie schön leucht uns der Morgenstern« op. 40,1

Jörg-Hannes Hahn – Orgel
Clemens Nicol – Rezitation
Ensemblemitglieder der »Akademie für gesprochenes Wort«
Eine Veranstaltung der Internationalen Bachakademie Stuttgart

Das zweite Sonnenaufgangskonzert zum Musikfest Stuttgart gestaltet KMD Jörg-Hannes Hahn an der Orgel. Bei ihm spannt sich der Bogen von der im Traditionellen verwurzelten Moderne zurück bis ins 16. Jahrhundert. Mit Toshio Hosokawa steht erneut auch ein zeitgenössischer Komponist auf dem Programm. Der in Berlin ausgebildete Japaner fingiert in dem 2000 entstandenen Werk "Cloudscape" mehrere "Shos", die traditionellen japanischen Mundorgeln.

Weitere Informationen unter www.musikfest.de

10. September 2009
Sonnenauffgangskonzert II

Edvard Grieg 1843 -1907
Morgenstimmung aus »Peer-Gynt-Suite« op. 46, 1

Jehan Alain 1911-1940
Variations sur »Lucis creator«

Johann Sebastian Bach 1685-1750
Partite diverse sopra »Christ, der du bist der helle Tag« BWV 766

Akira Nishimura *1953
Vision in Flames

Matthias Maierhofer *1979
Improvisation über den Choral »Sonne der Gerechtigkeit«

Matthias Maierhofer – Orgel
N.N. – Rezitation
Ensemblemitglieder der »Akademie für gesprochenes Wort«

Eine Veranstaltung der Internationalen Bachakademie Stuttgart

Matthias Maierhofer spielt das erste von zwei "Sonnenaufgangskonzerten", mit denen das Musikfest Stuttgart in der Stadtkirche zu Gast ist. Frühmorgens am Markttag stellen die Programme alte und zeitgenössische Orgelwerke zum Festivalthema "Licht" vor. Darunter "Vision in Flames" von Akira Nishimura, der sich intensiv mit traditioneller asiatischer Musik, Religion, Ästhetik und Kosmologie auseinandersetzte.